Bava Metzia 6

Kapitel 6

א הַשּׂוֹכֵר אֶת הָאֻמָּנִין, וְהִטְעוּ זֶה אֶת זֶה, אֵין לָהֶם זֶה עַל זֶה אֶלָּא תַרְעֹמֶת. שָׂכַר אֶת הַחַמָּר וְאֶת הַקַּדָּר לְהָבִיא פִרְיָפְרִין וַחֲלִילִים לַכַּלָּה אוֹ לַמֵּת, וּפוֹעֲלִין לְהַעֲלוֹת פִּשְׁתָּנוֹ מִן הַמִּשְׁרָה, וְכָל דָּבָר שֶׁאָבֵד, וְחָזְרוּ בָהֶן, מְקוֹם שֶׁאֵין שָׁם אָדָם, שׂוֹכֵר עֲלֵיהֶן אוֹ מַטְעָן:
1 Wenn jemand Handwerker mietet und dabei einer den andern getäuscht hat, so hat einer gegen den andern nichts mehr als eine Beschwerde. Hat jemand einen Eseltreiber oder Fuhrmann gemietet, um Sänftenträger und Flöten für eine Braut oder einen Toten zu bringen, oder (er mietete) Arbeiter, um Flachs aus der Beize zu holen, oder für irgend eine andere Sache, die verloren ginge, und sie sind zurückgetreten; so kann er an einem Orte, wo keine (anderen) Leute (zu bekommen) sind, auf ihre Kosten (Arbeiter) mieten oder sie täuschen.
ב הַשּׂוֹכֵר אֶת הָאֻמָּנִין וְחָזְרוּ בָהֶן, יָדָן עַל הַתַּחְתּוֹנָה. אִם בַּעַל הַבַּיִת חוֹזֵר בּוֹ, יָדוֹ עַל הַתַּחְתּוֹנָה. כָּל הַמְשַׁנֶּה, יָדוֹ עַל הַתַּחְתּוֹנָה. וְכָל הַחוֹזֵר בּוֹ, יָדוֹ עַל הַתַּחְתּוֹנָה:
2 Wenn jemand Handwerker mietet und sie treten zurück, so haben sie die unterste Macht; tritt der Hausherr zurück, so hat er die unterste Macht. Jeder der abändert, dessen Macht ist die unterste, und Jeder der zurücktritt, dessen Macht ist die unterste.
ג הַשּׂוֹכֵר אֶת הַחֲמוֹר לְהוֹלִיכָהּ בָּהָר וְהוֹלִיכָהּ בַּבִּקְעָה, בַּבִּקְעָה וְהוֹלִיכָהּ בָּהָר, אֲפִלּוּ זוֹ עֶשֶׂר מִילִין וְזוֹ עֶשֶׂר מִילִין, וָמֵתָה, חַיָּב. הַשּׂוֹכֵר אֶת הַחֲמוֹר וְהִבְרִיקָה, אוֹ שֶׁנַּעֲשֵׂית אַנְגַּרְיָא, אוֹמֵר לוֹ הֲרֵי שֶׁלְּךָ לְפָנֶיךָ. מֵתָה אוֹ נִשְׁבְּרָה, חַיָּב לְהַעֲמִיד לוֹ חֲמוֹר. הַשּׂוֹכֵר אֶת הַחֲמוֹר לְהוֹלִיכָהּ בָּהָר וְהוֹלִיכָהּ בַּבִּקְעָה, אִם הֶחֱלִיקָה, פָּטוּר, וְאִם הוּחַמָּה, חַיָּב. לְהוֹלִיכָהּ בַּבִּקְעָה וְהוֹלִיכָהּ בָּהָר, אִם הֶחֱלִיקָה, חַיָּב, וְאִם הוּחַמָּה, פָּטוּר. אִם מֵחֲמַת הַמַּעֲלָה, חַיָּב:
3 Mietet jemand einen Esel, um ihn im Gebirge zu führen, und er führt ihn im Thale, (oder mietet er ihn) für Talwege und er führt ihn im Gebirge, obwohl dieser Weg zehn Mil und jener zehn Mil ist, so ist er (dennoch), wenn der Esel stirbt, (zum Ersatz) verpflichtet. Wenn jemand einen Esel mietet und dieser erblindet oder zum Frondienst genommen wird, so kann der Vermieter zu ihm sagen: „da hast du das deinige vor dir.“ Wenn er aber stirbt oder gebrochen wird, so muss der Vermieter ihm einen andern Esel stellen. Mietet jemand einen Esel, um ihn im Gebirge zu führen und er führt ihn im Tale, so ist er, wenn der Esel ausgleitet, frei und, wenn er sich erhitzt, schuldig. Mietet er denselben, ihn im Tale zu führen, und er führt ihn im Gebirge, so ist er, wenn der Esel ausgleitet, schuldig und, wenn er sich erhitzt, frei. Geschah es aber in Folge des Steigens, so ist er schuldig.
ד הַשּׂוֹכֵר אֶת הַפָּרָה לַחֲרשׁ בָּהָר וְחָרַשׁ בַּבִּקְעָה, אִם נִשְׁבַּר הַקַּנְקַן, פָּטוּר. בַּבִּקְעָה וְחָרַשׁ בָּהָר, אִם נִשְׁבַּר הַקַּנְקַן, חַיָּב. לָדוּשׁ בַּקִּטְנִית וְדָשׁ בַּתְּבוּאָה, פָּטוּר, לָדוּשׁ בַּתְּבוּאָה וְדָשׁ בַּקִּטְנִית, חַיָּב, מִפְּנֵי שֶׁהַקִּטְנִית מַחֲלָקֶת:
4 Mietet jemand eine Kuh, um im Gebirge zu pflügen, und er pflügt im Tale, so ist er, wenn die Pflugschar zerbricht, frei. (Mietet er sie) für’s Tal und er pflügt im Gebirge, so ist er, wenn die Pflugschar zerbricht, schuldig. Mietet er sie, um Hülsenfrüchte zu dreschen, und er drischt Getreide, so ist er frei; mietet er sie aber, um Getreide zu dreschen, und er drischt Hülsenfrüchte, so ist er schuldig, weil Hülsenfrüchte gleiten machen.
ה הַשּׂוֹכֵר אֶת הַחֲמוֹר לְהָבִיא עָלֶיהָ חִטִּים וְהֵבִיא עָלֶיהָ שְׂעֹרִים, חַיָּב. תְּבוּאָה וְהֵבִיא עָלֶיהָ תֶבֶן, חַיָּב, מִפְּנֵי שֶׁהַנֶּפַח קָשֶׁה לַמַּשְּׂאוֹי. לְהָבִיא לֶתֶךְ חִטִּים וְהֵבִיא לֶתֶךְ שְׂעֹרִים, פָּטוּר. וְאִם הוֹסִיף עַל מַשָּׂאוֹ, חַיָּב. וְכַמָּה יוֹסִיף עַל מַשָּׂאוֹ וִיהֵא חַיָּב. סוּמְכוֹס אוֹמֵר מִשּׁוּם רַבִּי מֵאִיר, סְאָה לְגָמָל, שְׁלשָׁה קַבִּין לַחֲמוֹר:
5 Mietet jemand einen Esel, um auf ihm Weizen zu bringen, und er bringt auf ihm Gerste, so ist er schuldig; (mietet er ihn zu) Getreide und er bringt auf ihm Stroh, so ist er schuldig, weil der Umfang die Last beschwerlich macht. Mietet er ihn, um einen Lethech Weizen zu bringen, und er bringt einen Lethech Gerste, so ist er frei; wenn er aber seine gewöhnliche Last vermehrt hat, so ist er schuldig. Um wie viel muss man seine Last vermehren, um schuldig zu sein? Symmachos sagt im Namen R. Meïr’s: Ein Seah bei einem Kamel, drei Kab beim Esel.
ו כָּל הָאֻמָּנִין, שׁוֹמְרֵי שָׂכָר הֵן. וְכֻלָּן שֶׁאָמְרוּ, טֹל אֶת שֶׁלְּךָ וְהָבֵא מָעוֹת, שׁוֹמֵר חִנָּם. שְׁמֹר לִי וְאֶשְׁמֹר לָךְ, שׁוֹמֵר שָׂכָר. שְׁמֹר לִי, וְאָמַר לוֹ הַנַּח לְפָנָי, שׁוֹמֵר חִנָּם:
6 Alle Handwerker sind (als) Lohnhüter (zu betrachten); alle aber, die gesagt haben: „nimm das Deinige und bringe Geld!“ sind (als) unentgeltliche Hüter (zu betrachten). (Sagt Einer zum Andern:) „hüte mir, und ich will dir hüten!“ so ist er ein Lohnhüter; (sagt er:) „hüte mir!“, und der Andere sagt: „lege es vor mich hin!“, so ist er ein unentgeltlicher Hüter.
ז הִלְוָהוּ עַל הַמַּשְׁכּוֹן, שׁוֹמֵר שָׂכָר. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, הִלְוָהוּ מָעוֹת, שׁוֹמֵר חִנָּם. הִלְוָהוּ פֵּרוֹת, שׁוֹמֵר שָׂכָר. אַבָּא שָׁאוּל אוֹמֵר, מֻתָּר אָדָם לְהַשְׂכִּיר מַשְׁכּוֹנוֹ שֶׁל עָנִי לִהְיוֹת פּוֹסֵק עָלָיו וְהוֹלֵךְ, מִפְּנֵי שֶׁהוּא כְּמֵשִׁיב אֲבֵדָה:
7 Wer (seinem Nächsten) auf ein Pfand geliehen hat, ist ein Lohnhüter R. Jehuda sagt: hat er ihm Geld geliehen, so ist er ein unentgeltlicher Hüter; hat er ihm Früchte geliehen, so ist er ein Lohnhüter. Abba Saul sagt: Man darf das Pfand eines Armen vermieten, um (den Mietslohn) von der Schuld immerfort abzuziehen, weil er damit gleichsam Verlorenes zurückbringt.
ח הַמַּעֲבִיר חָבִית מִמָּקוֹם לְמָקוֹם וּשְׁבָרָהּ, בֵּין שׁוֹמֵר חִנָּם בֵּין שׁוֹמֵר שָׂכָר, יִשָּׁבַע. רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, זֶה וְזֶה יִשָּׁבַע, וְתָמֵהַּ אֲנִי אִם יְכוֹלִין זֶה וָזֶה לִשָּׁבֵעַ:
8 Wer ein Fass von einem Ort zum andern trägt und es zerbricht, sei er ein unentgeltlicher Hüter oder sei er ein Lohnhüter, so muss er schwören. R. Eleasar sagt: Wohl müssen dieser und jener schwören, doch würde es mich wundern, wenn dieser und jener schwören könnten!